Zensur an Bonner Uni: Asta der Uni Bonn verbietet Anti-Nazi-Flyer

Studierendenausschuss macht sich zum Gehilfen des Rechtsruck und erteilt Nazi-Gegnern einen Maulkorb!

Laut BKA wurde dieses Jahr jeden Tag ein Anschlag auf ein Flüchtlingsheim verübt, im Juli trafen sich 6.000 Faschisten zu einem Nazikonzert in Thüringen und zeigten massenhaft den Hitlergruß, die AfD wurde in den Bundestag gewählt. Am 18.11.2017 marschierten über 200 Neonazis in Remagen, am 13.12.2017 kommt ein bekannter Nazi nach Bonn, um über den Aufbau einer Jugendbewegung zu referieren! Rechtsterroristische Taten häufen sich und versetzen viele in einen Schockzustand, doch wir dürfen nicht dabei bleiben, wir müssen handeln! Doch in genau dieser Zeit blockiert der Asta unsere Anti-Nazi-Arbeit!

Die erfolgreichen Blockaden gegen Bogida im Dezember 2014 haben gezeigt, wie wirksam und wichtig es ist, dass man gemeinsam und entschlossen gegen Rechts agiert. Im April 2017 haben wir uns an den Blockaden gegen den Bundesparteitag der AfD beteiligt, an Wahlständen der AfD organisierten wir Protest. Den Naziaufmarsch in Remagen haben wir versucht zu blockieren und auch dem Nazivortrag am 13.12. in Bonn werden wir etwas entgegensetzen! Wir sehen dem fortschreitenden Rechtsruck nicht tatenlos zu, wir schreiten aktiv ein. Genaue Infos zu den Protesten am 13.12. in Kürze auf FB.

Seid dabei und werdet aktiv!

Gegen die Nazi-Aktivitäten am 13.12. in Bonn!

Doch unsere politische Arbeit gegen Nazis und Faschisten wird vom Asta sabotiert: Eine Woche vor dem Naziaufmarsch in Remagen informierte uns die Ver.di Hochschulgruppe Bonn, dass unser gemeinsamer Flyer für die Blockaden in Remagen nicht akzeptiert wird, da der Asta uns von der Univerteilung ausgeschlossen hat. Das Verbot unserer Anti-Nazi-Flyer hilft im Endeffekt den Nazis und Faschisten!

Die offizielle Begründung für das Verbot ist, dass wir angeblich vor 2 Jahren Plakate der LUST überklebt haben. Am 21.11.2017 gingen mehrere Aktivisten von uns zur Asta Sitzung: Wir beschwerten uns darüber, dass wir bisher nie um Stellungnahme gebeten oder wenigstens über das Verbot informiert wurden. Als wir auf die Vorwürfe eingingen, verdrehten die Teilnehmer der Sitzung unsere Worte und wechselten das Thema: Nachdem sie unsere angebliche Plakatierweise als ,,stalinistisch“ bezeichneten, wurde uns plötzlich israelbezogener Antisemitismus vorgeworfen. Fast jeder suchte irgendeinen Grund gegen uns, um sich schließlich für das Verbot zu positionieren: Einstimmig (!) wurde beschlossen, dass das Verbot gegen die BJB und alle Bündnisse mit der BJB bestehen bleibt. Die Asta Sitzung verdeutlichte, dass überkleisterte Plakate von vor 2 Jahren nur ein Vorwand sind, es geht ihnen um das Aufzwingen von Israel-Solidarität und das Einschränken sowie Diskreditieren unserer politischen Arbeit!

Israel ist eine Besatzungsmacht, die Palästinenser unterdrückt. Dies zu kritisieren ist nicht antisemitisch und rechtfertigt keine Zensur! Wir verurteilen das Verbot zur Einschränkung und Diskreditierung unserer Arbeit gegen Nazi-Aktivitäten! Wir lassen uns nicht vom Asta mundtot machen und arbeiten weiterhin gegen Rechts! Genauso entschlossen wie zuvor! Werde auch du aktiv gegen Nazis und Faschisten! Wir treffen uns jeden Freitag um 18 Uhr im DGB Haus, um unsere politische Arbeit zu planen. Die Treffen sind offen, also komm vorbei. FB Event

Leave a reply

Your email address will not be published.