Fight for the Future! – Ein Camp für unsere Zukunft?

Wo: PoppAllee, direkt hinterm Bonner HBF | Wann: 3. – 10. August | FB Event
Immer mehr Menschen, vor allem wir Jugendliche, haben keinen Bock mehr auf eine Gesellschaft, in der rechte Hetze, anti-demokratische Polizeigesetze, beschissene Arbeitsbedingungen und sexistisches Verhalten zur Tagesordnung gehören. In allen Ecken sprießen neue Bewegungen aus dem Boden. Das nehmen wir zum Anlass, in Bonn ein politisches Camp zu veranstalten, dass sich schwerpunktmäßig mit dem globalen Rechtsruck befassen wird.
An sechs Thementagen kommen verschiedene Vertreter*innen sozialer Bewegungen zu Wort und öffnen die Tür zu einer Welt des vielfältigen, bunten Widerstandes. Das Camp wird vollständig von uns Jugendlichen selbstorganisiert und ist weder profitorientiert, noch parteienabhängig. Mit Musik, Kunst und Kultur, Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen möchten wir auf dem Camp in Bonn interessierte Menschen einladen, sich zu informieren, auszutauschen, zu engagieren und aktiv gegen den Rechtsruck zu werden.

Hier die Vorstellung der Thementage, das genaue Programm mit den Vorträgen, Referenten und Uhrzeiten kommt in Kürze:

Hoch die Solidarität mit den Arbeiter*innen und der Jugend in Frankreich !!

In weniger als einem Jahr hat sich der französische Staatschef Macron, der im Mai 2017 in einer Stichwahl von nur 43,63% der Wahlberechtigen gewählt wurde, durch seine harte neoliberale Politik ziemlich unbeliebt gemacht. Zurzeit will er weitere Reformen durchsetzen, welche die Rechte der Arbeiter*innen und der Jugend angreifen. 

Das Spinetta-Gesetz soll die momentan staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF privatisieren. Dies wird zu schlechteren Arbeitsbedingungen für die Eisenbahnarbeiter*innen, höhere Preise und weniger Sicherheit für die Eisenbahnkund*innen führen. In England wurden die Eisenbahnen schon privatisiert, was zu mehr Unfällen geführt hat. Indem er zunächst diesen kämpferischen Sektor angreift, will Macron danach einfacher die Rechte der anderen Sektoren abbauen. 

,,Der Hungerstreik hat mich gestärkt!“

,,Der Hungerstreik hat mich gestärkt!“

Hier klicken und direkt zu: Motivation unseres Aktivisten am Hungerstreik teilzunehmen, Interview mit dem Hungerstreikenden FirasInterview von unserem Aktivisten mit Perspektive, Interview von unserem Aktivisten mit dem Revolutionären Aufbau Basel, Zeitungsartikel vom General Anzeiger Bonn zum Hungerstreik , und hier als PDF: Alles zum Hungerstreik

Hier unser Auswertungsbericht zum Hungerstreik:

Von Bonn nach Genf: Hungerstreik für Afrin!

Wir, die Bonner Jugendbewegung, sind eine offene linke Jugendgruppe in Bonn. Wir sind aktiv gegen Sexismus, gegen Rassismus, gegen die Einschränkung von Grundrechten, gegen soziale Kürzungen und weiteren tagesaktuellen Themen. Derzeit beschäftigen wir uns viel mit Afrin, einem Kanton in der demokratischen Förderation Nordsyrien.

Seit dem 20.01.2018 verübt Erdogan mit seinen islamistischen Verbündeten einen Angriffskrieg auf die dortige Zivilbevölkerung, der sich mittlerweile in eine ethnische Säuberung, ein Massaker und eine Besatzung entwickelt. Um darüber zu informieren und zu protestieren, gehen wir mit unserem kurdischen Freundinnen und Freunden gemeinsam auf die Straße. Am 19.3.2018 begannen schließlich einige Aktivistinnen und Aktivisten einen Hungerstreik vor dem Sitz der Vereinten Nationen in Genf. Die Hungerstreikenden fordern die Schließung des Luftraums über Afrin, die Entsendung von UN-Beobachtern, Hilfeleistungen für die Flüchtlinge durch das Rote Kreuz, die Rückkehr der Flüchtlinge, die Rückgabe des geplünderten Eigentums sowie die Bildung einer UN-Kommission zur Untersuchung der seit zwei Monaten andauernden Rechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in Afrin. Einer unserer Aktivisten schließt sich nun (am 28.3.2018) auch dem Hungerstreik an, hier sein Statement dazu:

+++Rassistischer Angriff in Bonn+++

Täglich sehen wir wie gegen Juden, Muslime, Schwarze, Migranten und Flüchtlinge gehetzt wird.Gehetzt wird von zahlreichen Zeitungen sowie in Talkshows, in sozialen Medien, bei Pegida Demos, bei AfD Parteitagen, bei Raczeks Treffen, auf Transparenten der Identitären, bei Naziaufmärschen usw. Aber Hetzer sind nicht nur organisierte Neonazis und Faschisten, sondern auch die ganzen Sarrazins (SPD) und Seehofer (CSU) in akzeptierten/etablierten Parteien. Rassismus erstreckt sich durch alle gesellschaftlichen Klassen und Schichten! Und was folgt aus der Hetze: Rechte Ansichten gewinnen an Zuspruch und daraus folgen Taten. Es werden Juden, Muslime, Schwarze, Migranten und Geflüchtete ausgegrenzt, beleidigt, angegriffen oder deren Wohnheime in Brand gesteckt. Seit 1990 gab es in Deutschland knapp 200 Morde* durch rassistische Gewalt, die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher. Rassistische Gewalt steigt an und laut Amadeu-Antonio-Stiftung ignorieren Behördern oft rechtsradikale Zusammenhänge.

Rassismus muss benannt und gestoppt werden! Wir rufen dazu auf, aktiv zu werden, anstatt zu schweigen und wegzuschauen! Wir wollen, dass möglichst viele Menschen gegen den Rechtsruck aufstehen! Solidarisiert euch mit Betroffenen, verteidigt sie oder werdet selbst in einer antirassistischen Gruppe aktiv.In der Nacht auf den 24.01.2018 wurde einer von uns Opfer eines rassistischen Angriffes. 

Hier ist sein Betroffenenbericht:

Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf und der demokratischen Revolution in Rojava!

Es gibt rund 30-50 Millionen Kurden, ihr Siedlungsgebiet befindet sich im Iran, Irak, Syrien und der Türkei. In diesen Besatzerstaaten sind Kurden Entrechtung, Verfolgung, Vertreibung und Massakern ausgesetzt. Gerade in den letzten Jahren verschärfte sich die Unterdrückung der Kurden, vor allem in der Türkei aber auch in Deutschland, gleichzeitig bauen Kurden in Syren ein fortschrittliches und alternatves Gesellschaftsmodell auf.


Millionen Menschen stehen auf für Frieden in Kurdistan, werde auch du aktiv! Komme zu Aktionen oder zu unserem regelmäßigen Gruppentreffen: Jeden Freitag | 18 Uhr | DGB Haus Bonn | Endenicher Str. 127

Da wir hier in Deutschland wohnen und aktiv sind, beleuchten wir die Rolle der deutschen Regierung und deutscher Konzerne. Mit Aktionen auf der Straße schaffen wir eine Öffentlichkeit für die kurdische Frage und bauen gleichzeitig Druck auf Regierung und Konzerne auf.

Solidaritätserklärung mit Fabio V.

Solidaritätserklärung der ver.di Jugend NRW-Süd und Bonner Jugendbewegung mit Fabio V.

Seit über drei Monaten sitzt Fabio in Haft. Einziger Vorwurf gegen ihn: Er soll am morgen des 06.07.2017 Teil einer Blockade-Demo gegen den G20 Gipfel in Hamburg gewesen sein. Dort wurde er festgenommen, und sitzt seitdem im Untersuchungshaft. Auch 13 Kolleginnen und Kollegen aus Bonn sind im Rahmen dieses Polizeieinsatzes festgenommen worden. Vorwürfe? Niemand wird beschuldigt, Flaschen geworfen zu haben. Niemandem wird vorgeworfen, er persönlich habe Gewalt ausgeübt. Die angebliche Beteiligung an der Demonstration reicht für die Staatsanwaltschaft.

Allein die Festnahme ist ein Skandal für sich: Ohne Ankündigung stürmte eine Spezialeinheit der Polizei von allen Seiten auf unsere Demo zu, und schlug alles nieder, was ihr in den Weg kam. Damit ist schon die Auflösung der Versammlung rechtswidrig und strafbar. Mehr als 13 Demonstranten wurden bei diesem Angriff so schwer verletzt, dass sie im Krankenwagen abtransportiert werden mussten. Die Polizei hatte schon welche mitgebracht.