Selbstverständnis der Bonner Jugendbewegung (BJB)

Die Bonner Jugendbewegung ist ein überparteilicher Zusammenschluss aus Schüler_innen, Studierenden, Auszubildenden und Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz, entstanden aus dem Schülerstreikkomitee (2008) und der Bildungsstreikbewegung (2009). Bei uns kann jede_r mitarbeiten, egal welcher Religion man angehört, egal wo man herkommt und egal, welche politischen Überzeugungen man hat. Rassismus, Faschismus und Diskriminierung haben allerdings nichts bei uns zu suchen!
Bei uns wird niemand besser oder schlechter behandelt als andere. Jede_r hat das gleiche Recht, seine Meinung frei zu äußern und sich an den Entscheidungen zu beteiligen. Entscheidungen werden, nach einer Diskussion, von der Gruppe und nicht von Einzelpersonen gefällt.

Unsere Forderungen sind aus unseren eigenen Erfahrungen und vielen Diskussionen entstanden. Dennoch freuen wir uns jederzeit über neue Anregungen und Ideen und setzen uns ständig mit aktuellen Ereignissen und Problemen auseinander.

Wir wollen unser schlechtes Bildungssystem grundlegend verändern, denn es ist undemokratisch und ausgrenzend. Deshalb setzen wir uns ein für eine freie Bildung, kleinere Klassen und eine Schule, in der wir alle gemeinsam lernen und mitbestimmen können. Wir fordern weniger Leistungsdruck durch die Abschaffung vom Turboabi (G8) und dem Bachelor/ Master System.

Wir treten auch für eine bessere Zukunft von allen Jugendlichen überhaupt ein: gegen Jugendarbeitslosigkeit, Kürzungen bei Jugend-Einrichtungen und die Abwälzung der Folgen der Wirtschaftskrise auf unseren Schultern.

Die Bundeswehr präsentiert sich immer häufiger in der Öffentlichkeit: Auf Messen, in Jobcentren und im Fernsehen stellt sie sich als normaler Arbeitgeber dar. Wir wollen weder, dass deutsche Soldat_innen im Ausland Kriege führen, noch dass für diesen Zweck die zunehmende Perspektivlosigkeit der Jugendlichen ausgenutzt wird, um sie als Soldat_innen anzuwerben.

Wir sind eine antifaschistische und antirassistische Gruppe. Wir beteiligen uns an der Organisation zu lokalen Anti-Nazi-Aktionen und mobilisieren zu bundesweiten Aktionen (z.B. Dresden Nazifrei), die wir gemeinsam besuchen. Wir treten für Glaubensfreiheit ein und verurteilen die Hetze gegen Menschen aufgrund ihrer Abstammung, ihrer Herkunft, ihres Glaubens (heute häufig des muslimischen Glaubens) und ihrer Meinung. Besonders wenden wir uns gegen die systematische Benachteiligung migrantischer Jugendliche in unserer Gesellschaft.

Da wir nur eine Erde haben, finden wir auch die Beteiligung an Aktionen zum Umweltschutz wichtig. Deshalb unterstützen wir z.B. die Anti-Atomkraft-Bewegung. Atomkraft ist nicht nur nicht billig, sondern auch noch äußerst gefährlich.

Hilf uns, über all diese Themengebiete in unserer Stadt und Umgebung zu informieren, um das Interesse der Jugendlichen für politische Themen zu wecken. Nur so können wir uns für eine Verbesserung unserer Situation einsetzen.

Unsere Treffen sind offen: Jede_r der mitmachen will, ist erwünscht!
Wir führen Diskussionen, verteilen Flyer in der Stadt, machen Pressearbeit und organisieren Infostände, Flashmobs und Demonstrationen.
Und das Mitmachen lohnt sich: unser Protest hat dazu beigetragen, dass Studiengebühren und Kopfnoten abgeschafft wurden und Schulen in NRW wieder demokratischer wurden (Wiedereinführung der Drittelparität an Schulen in NRW).
Außerdem haben wir schon oft dazu beigetragen, dass Neonazis nicht durch unsere Städte marschieren konnten und gemerkt haben, dass sie nicht erwünscht sind.

Im Internet sind wir über bonner-jugendbewegung.org erreichbar, per Mail unter Bonner-Jugendbewegung@gmx.de und auf Facebook unter Bonner Jugendbewegung.

– Bonner Jugendbewegung / April 2011 –

Leave a reply

Your email address will not be published.