Gegen Trump und AFD: Make racists afraid again! Demo in Bonn

Gegen Trump und AFD: Make racists afraid again! Demo in Bonn

FB Event | 21.1. | 14 Uhr | Bonn | Kaiserplatz

Am 20.01. tritt Donald Trump das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten an. Obwohl gerade mal 18% der Amerikaner für ihn stimmten und er sogar insgesamt eine halbe Millionen Stimmen weniger als Hilary Clinton bekam, ist er wegen des Wahlsystems der USA der gewählte Präsident.
Trump ist ein offener Rassist und Sexist. Er beleidigt täglich Menschen, die einer ethnischen oder religiösen Minderheit angehören.

Keine Frage, wenn so jemand Präsident des mächtigsten Staates der Welt wird, wird das für alle Amerikaner und die ganze Welt gravierende Auswirkungen haben:
•Während der Wahlen konnte Trump rassistische, antimuslimische und sexistische Hetze ungehindert über alle Medienkanäle verbreiten.
•Das führt dazu, dass fundamentalistische Organisationen, faschistische und Neonazibewegungen deutlich an Kraft und Einfluss gewonnen haben.
Über 800 rassistische und sexistische Angriffe allein in den ersten 10 Tagen nach der Wahl sind die direkte Folge dieser Hetze. (Zum Vergleich: In Deutschland gab es im ganzen Jahr 2015 knapp über 1000 Angriffe auf Flüchtlingsheime. Auch hier ist die Tendenz steigend.)
•Die Gerichtsentscheidung, die Abtreibung legalisiert, soll angefochten werden.
•Über 2 Millionen Menschen sollen allein im ersten Amtsjahr abgeschoben werden.
•Fossile Energien sollen gefördert werden. Dafür werden in den Staaten besonders die Rechte der indigenen Bevölkerung missachtet, wie es sich zum Beispiel an den aktuellen Protesten um die Dakota Access Pipeline zeigt.
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Trumps Regierung wird sich voraussichtlich aus den schlimmsten Teilen der US-Politik und führenden Managern und Bankiers zusammensetzen. Unter anderem:
•Mike Pence – Ein ultrakonservativer Hardliner, der während seiner Zeit als Gouverneur von Indiana zum Beispiel ein Gesetz erlassen hat, das es Dienstleistern ermöglicht, homosexuellen Menschen Leistungen zu verweigern, wird Vizepräsident.
•Steven Munuchin – Ein früherer Goldmann-Sachs Manager wird Finanzminister.
•Jeff Sessions – Ein strikter Abtreibungsgegner, offener Rassist, Sympathisant des Ku-Klux-Klan, hat gegen ein Verbot von Folter gestimmt, wird Justizminister.
•Steve Banner – Chef des Neonazi-Magazins Breitbart-News-Network war schon während der Wahlkampagne Chef-Stratege von Donald Trump und wird es auch bleiben.
•James Mattis – General sowohl im Afghanistan- als auch im Irakkrieg, der von sich selbst sagt „es macht mir Spaß, Menschen zu erschießen“, wird Verteidigungsminister.
•John Kelly, Aufseher der Foltergefängnisse Guantanamo, wird Minister für Heimatschutz
•Betsy deVos – Die Tochter des Gründers des Militärunternehmens Academi, dessen Söldner 2001 im Irakkrieg schwerste Kriegsverbrechen begingen, die selbst nie eine öffentliche Schule besuchte, wird Bildungsministerin.
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Gegen diese Politik formiert sich Protest. Allein in den ersten drei Tagen gingen tausende Menschen auf die Straße. Die Demonstranten riefen ,,not my president“, fordern, dass die Wahlmänner nicht für Trump stimmen und stehen mit allen Betroffenen gegen Rassismus und Sexismus auf. Wir wollen uns mit den Protesten in den USA solidarisieren und zeigen: Der Kampf gegen Rassismus ist international!
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Doch Trumps Wahl betrifft nicht nur die USA. Mit ihm an der Spitze der größen Wirtschafts-, Militär- und Atommacht, wird die Gefahr von Rechts für uns alle sichtbar. Sein Sieg lässt Nazis auf der ganzen Welt triumphieren. Denn: Trump ist kein Einzelfall. Überall auf der Welt gibt es einen Rechtsruck, der von den Regierungen ausgeht. Auch hier in Europa sind rechte Parteien auf dem Vormarsch. Ein Beispiel dafür ist die rechtskonservative Partei PiS, die in Polen das Verfassungsgericht entmachtete und die Unabhängigkeit der Medien einschränkte. Oder auch der enge Partner der EU wie Erdogan, der in der Türkei 30.000 Oppositionelle verhaften ließ. In Frankreich die rechtsextreme Front Nationale, die bei der nächsten Wahl wahrscheinlich gestärkt
ins Parlament einziehen wird.
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Die AfD in Deutschland hat nach aktuellen Prognosen Chancen als drittstärkste Partei in den Bundestag einzuziehen. Die rechte Bewegung in Deutschland hetzt mit den selben Methoden wie Trump. Nationalismus, Hass auf alles Andersartige und ein Familienbild aus dem vorletzten Jahrhundert – das haben sie zu bieten, mehr nicht. Alles unter dem Deckmantel, den armen Deutschen endlich wieder zu mehr Wohlstand zu verhelfen. Ihr politisches Programm zeigt: Zwangsarbeit unter Mindestlohn für Arbeitslose, Abkehr von allen Umweltschutzmaßnahmen und Aufnahmestopp für Flüchtlinge – dafür steht die AfD in Wirklichkeit. Doch auch die aktuelle Politik von CDU und SPD spaltet die Gesellschaft, erlässt rassistische Gesetze, fördert frauenfeindliche Politik, treibt die Abschottung Europas voran, zahlt 3 Milliarden an die Türkei, damit ihr die Flüchtlinge vom Hals gehalten werden..
Wir finden: Wenn doppelt so viel für das Militär wie für Bildung ausgegeben wird, wenn 236 Md. Euro zur Rettung der Banken da sind, aber zur Rettung der Flüchtlinge im Mittelmeer kein einziger, dann wird klar: So wie es ist, kann es nicht bleiben!
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Es wird Zeit, dass wir uns zusammentun und zeigen, dass es eine Alternative zum Rechtsruck gibt. Ohne Rassismus und Sexismus, dafür mit mehr internationalem Zusammenhalt. Wir sind nicht allein mit unseren Vorstellungen. Deshalb lasst uns uns zusammen aufstehen und ein kämpferisches Jahr einleiten. 2017 kommt Donald Trump mindestens zwei Mal nach Deutschland, einmal nach Hamburg und einmal zu uns nach Bonn zum Weltklimagipfel. Widerstand ist möglich. In Dresden ist es Antifaschist*innen gelungen, einen Autokorso von Trump-Fans zu blockieren. Allein an einem Tag sind in Deutschland mehr als 100.000 Menschen gegen Pegida auf die Straße gegangen. Überall auf der Welt, von Paris bis nach Warschau formt sich Protest.
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Wir rufen alle, die auch keine Lust mehr auf den Rechtsruck haben, dazu auf, sich uns anzuschließen – wir verbannen die Rassisten aus der Regierung und von der Straße.
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Wir demonstrieren am 21.01. für eine weltoffene Gesellschaft mit mehr Gleichberechtigung und Zusammenhalt. Wir wollen, dass der Umweltschutz endlich ernst genommen wird. Wir wollen uns mit allen von Abschiebung und politischer Verfolgung betroffenen Menschen solidarisieren. Und wir demonstrieren mit allen, die weltweit gegen Unterdrückung, Sexismus und Rassismus kämpfen.
Make racists afraid again.

Comments ( 4 )

  1. ReplySandra Prüfer
    Hallo, ich bin die Mama von Ana. Was haltet Ihr davon, die Demo als eine Sister Rally vom Women's March on Washington anzumelden? https://www.womensmarch.com/sisters/ Zum Beispiel als eine gemeinsame Rally von der Bonner Jugendbewegung und V-Day Bonn. Dann könnten wir noch mehr Frauen & weitere Zielgruppen (z.B. expats, international community) mobilisieren. In Deutschland gibt es bisher in sechs Städten sister rallies. Am 14.01. findet ein Frauenfrühstück beim Internationalen Frauenzentrum statt zum Thema "Geschlechtergerechtigkeit & AfD", wo man prima auf die Demo hinweisen könnte. http://www.ifzbonn.de/ LG, Sandra Internationales Frauenfrühstück Januar Sa., 14.01.2017, 11.00 bis 14.00 Uhr
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      Hallo zusammen: schön, dass es in Bonnl am 21.01. eine Demo stattfinden wird. Wir werden morgen auf dem ifz-Frühstück auf die Demo hinweisen und hoffen, dass sich viele Frauen anschließen. Persönlich werde ich am 21.01. in Santiago sein und wünsche Euch viel Erfolg. Mit solidarischen Grüßen Constanza Paetau, ifz
  2. ReplySandra Prüfer
    Ich kann leider nicht stricken, finde diese pussy hats aber sehr cool.
  3. ReplySandra Prüfer
    V-Day Demo-Aufruf für den 21. Januar http://www.vday.org/node/3376.html Ich finde es super, dass die Bonner Jugendbewegung eine Demo in Bonn organisiert für eine weltoffene Gesellschaft & gegen Gewalt, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit One Billion Rising: RISE in your community - One Billion Rising activists are deepening and expanding the call for solidarity against the exploitation of women, demanding for the societal underpinnings that allow violence to thrive unchecked to be dismantled, once and for all. Because there can be no REVOLUTION without SOLIDARITY. We will be marching in DC on 21 January. JOIN the Women's March on Washington or find a sister march in your community

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