Café Allez

Wir sind antifaschistische Jugendliche aus dem Bonner Großraum. Mit dem Café Allez wollen wir Politik, Kultur, Unterhaltung und Diskussionen zusammenbringen und interessierten Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich politisch ein wenig einzubringen. Wir wollen Musiker*innen aus der lokalen Musikszene und der linken Bewegung eine Bühne bieten und Vorträge, Filme und Diskussionen zu Themen wie Antifaschismus, Antikapitalismus, Feminismus, Umwelt, Gentrifizierung veranstalten. Wenn du Bock auf politische Diskussionen, Infos, Mucke hast oder uns kennen lernen und mit uns chillen willst– komm rum!
Wann? Jeder 4. Dienstag im Monat, 19:00 Uhr
Wo? Kurdischer Verein, Bornheimer Str. 88

Programm für die nächsten Monate:

  • 25. Juni:

,,Mein ganzes Leben war ein Kampf“ Film über das Leben der kurdischen Freiheitskämpferin Sakine Cansiz

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Seit der Gründung des türkischen Staates 1923 wird die kurdische Bevölkerung politisch, sozial und kulturell unterdrückt. Sakine wurde 1958 geboren, als sie Jugendlich war, nahm sie an Demos teil, organisierte Lesekreise, Arbeiter*innenstreiks sowie Hungerstreiks. Mit 20 nahm sie am Gründungskongress der PKK teil, kurz darauf wurde sie verhaftet. Sie war im Militärgefängnis in Diyarbakir/Amed. Im Zuge der Folter organisierte sie den Widerstand unter den Insass*innen, widersetzte sich den Folterern und spuckte einem leitenden Offizier ins Gesicht! Über 10 Jahre verbrachte sie im Gefängnis, wonach sie sich dem bewaffneten Befreiungskampf anschloß und sich am Aufbau von Fraueneinheiten innerhalb der kurdischen Guerilla beteiligte. Später führte sie ihre politische Arbeit in Europa fort und wurde 2013 mit zwei weiteren kurdischen Aktivistinnen in Paris vom türkischen Geheimdienst hingerichtet. Lange ging der französische Staat offensichtlichen Spuren nicht nach, derzeit wird das Verfahren neu aufgerollt.

Ihr Leben weist viele Facetten des Widerstands auf und zeigt ihren Mut, ihre Bereitschaft und ihren Einsatz für die Befreiung des kurdischen Volks und der Arbeiter*innenklasse. Im Anschluss an den Film möchten wir mit euch über den Film und die aktuelle Lage diskutieren. Das Tagebuch von Sakine werden wir zum Kauf zur Verfügung stellen.

  • Ausnahmsweise am 5. Dienstag des Monat, 30. Juli:

2 Jahre nach G20 – Repression, Polizeigesetze und Widerstand

Vor zwei Jahren trafen sich die einflussreichsten Regierungschefs zum G20-Gipfel in Hamburg. Im Vorfeld kam es zu Gesetzesverschärfungen und medialer Hetze zur Kriminalisierung und Diskreditierung der Gegenproteste. Mit den neuen Polizeigesetzen werden diese Gesetzesverschärfungen fortgesetzt. Beim Café Allez gibt die Anwältin Anna Busl eine juristische Einschätzung und Informationen zum aktuellen Stand der Strafverfahren von G20-Aktivist*innen. Zudem werden wir eine politische Betrachtung der G20, der politischen Entwicklung seit dem Gipfel, dem Widerstand gegen die G20 und der neuen Gesetze durchführen und diese diskutieren.

  • 27. August:

Hip-Hop against Fascism – 10 Jahre Bonner Jugendbewegung Soli-Konzert

Wir möchten mit euch gemeinsam den Geburtstag der Bonner Jugendbewegung feiern. Vor zehn Jahren sind wir aus den Bildungsstreiks und Schüler*innenstreikkomitees heraus entstanden und haben seitdem viel erlebt und erreicht. Infos zu den Künstler*innen, die auftreten werden folgen zeitnah.

  • 24. September:

Thema Umwelt

  • 22. Oktober:

Thema Antifaschismus

 

Rückblick:

  • 22. Januar:

Hip-Hop Solikonzert für die Rote Hilfe: Seehofer halt’s Maul!

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Die Rote Hilfe unterstützt politisch Verfolgte, doch im Dezember 2018 drohte Horst Seehofer die Rote Hilfe zu verbieten. Wir sagen: Unsere Solidarität ist eine Waffe! Beim Konzert werden Samjoe von U53 und Klinkn Kabl von Rebel Music auftreten. Die Solispende von ca. 4€ geht an die Rote Hilfe. Das dient allen Aktivist*innen, die von staatlicher Repression betroffen sind.

  • 26. Februar:

Workshop: Wie wehre ich mich gegen Alltagssexismus?

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Frauen sind auf Partys, am Arbeitsplatz und auf der Straße dummen Sprüchen und aufdringlicher Anmache ausgesetzt. Gleichzeitig erhalten sie weniger Geld und Wertschätzung für ihre Arbeit. Und Frauen sollen das alles am besten noch mit einem hübschen Lächeln hinnehmen?

Was können wir gegen den sexistischen Scheißdreck tun, den wir täglich sehen, hören, fühlen, der uns aus den Medien und auf der Straße wieder zunehmend entgegenschlägt? Was machen wir am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag? Was können Männer und Frauen in Situationen tun, in denen Frauen unterdrückt werden?

Das Theater der Unterdrückten gibt uns beim Café Allez eine Möglichkeit, Situationen in einer sicheren Umgebung nachzuspielen und gemeinsam Alternativen zu erarbeiten.

  • 26. März:

Vortrag: Profit vs. Planet – Umwelt, Kapitalismus, FFF und der Hambacher Forst

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„Wir können eine Krise nicht bewältigen, wenn wir Sie nicht wie eine Krise behandeln!“ Greta Thunberg wird als 15-jährige Schülerin über Nacht zum Idol, weil sie vielen Millionen Jugendlichen und Menschen aus der Seele spricht. Wenn unser Planet stirbt, dann geht’s dabei um den Profit einiger Weniger. Dann geht es um das System in dem wir leben. Dann dürfen wir nicht mehr darauf vertrauen, dass Politiker oder die UN für uns handeln, sondern müssen selbst aktiv werden.
Wie sieht der Kapitalismus von RWE, BAYER – MONSANTO und Co heute wirklich aus? Wie und warum macht er Politik und Gesellschaft so korrupt, dass nicht konsequent gehandelt wird? Kann es keinen „umweltbewussten“ Kapitalismus geben? Was können wir tun, um mit den Hambi-Protesten und Fridays for Future erfolgreich zu sein? Was sind unsere Perspektiven?

Bring dich ein, komm zum Vortrag und beteilige dich an der Diskussion! Unsere Referenten: Eine Aktivistin aus dem Hambacher Forst, ein Aktivist von FFF und ein Doktor der Chemie.

  • 24. April:

Vortrag: Time for Revolution? Pflegestreik, gilets jaunes und 1. Mai

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Seit der Wirtschaftskrise 2008 haben sich überall in Europa und der Welt immer wieder große soziale Proteste ereignet. Die nächste Krise steht bevor – und es scheint als würden die sozialen Kämpfe nun auch auf die wohlhabenden Länder Europas, wie Deutschland und Frankreich überschwappen. Wir haben beispielhaft zwei der größten Kämpfe des letzen Jahres herausgesucht: Den Pflegestreik in Deutschland und die Gilets Jaunes (Gelbwesten) in Frankreich. Das eine ist eine von Frauen angeführte Streikbewegung, das andere ein Volksaufstand, der das ganze Land in Atem hielt und immer noch hält .
Was ist die Perspektive? Was bedeutet das für die soziale und antikapitalistische Bewegung, was sind unsere Aufgaben? Das wollen mit euch anhand dieser Beispiele und mit Hinblick auf den bevorstehenden 1.Mai, den internationalen Kampftag der ArbeiterInnen, diskutieren.

  • 28. Mai:

Vortrag: Antifaschismus in die Offensive – von Bonn bis nach Chemnitz

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Überall auf der Welt erstarken rechte Bewegungen und Parteien, der Rechtsruck der Regierung und Gesellschaft schreitet auch in Deutschland voran.
Am 1.Juni wollen Nazis in Chemnitz den “Tag der deutschen Zukunft“ veranstalten – in der Stadt, aus der wir nach der Ermordung des Antifaschisten Daniel Hillig die Jagdszenen auf Linke und Ausländer kennen.
Wie gehen wir mit solchen Aufmärschen um?
Wie können wir aus der Ohnmacht der antifaschistischen Bewegung herauskommen und gegen den globalen Rechtsruck ankämpfen?
Wie sieht die Strategie der antifaschistischen Bewegung in solchen Zeiten aus?
Das und was wir gegen den Naziaufmarsch in Chemnitz machen können, wollen wir mit euch diskutieren.

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