Vor der Blockade-Aktion: Austausch mit Anwohnern

Am Mittwoch, den 7.11.2018, waren wir mit ein paar AktivistInnen in Remagen und bauten dort einen Infotisch auf.
Wir disktutierten mit Anwohnern, verteilten Flyer und Plakate, sammelten Spenden und luden die Anwohner zu unseren offenen Treffen ein.
Uns ist es wichtig mit der Bevölkerung zusammenzuarbeiten, um den Naziaufmarsch am 17.11.2018 zu verhindern und nicht gegen sie. Deshalb verteilten wir im Vorfeld mehrere Tausend Anwohnerflyer, die an die dort wohnenden Menschen gerichtet sind.

Hier Fotos vom Infostand und der Text des Anwohnerflyers:

Information für Anwohner

Jedes Jahr auf‘s Neue kommen die Rassisten und Faschisten von den Parteien NPD und Die Rechte nach Remagen. Sie belästigen euch mit ihren menschenfeindlichen, rassistischen und geschichtsverfälschenden Parolen und Reden. Niemand will, dass diese Neonazis im eigenen Viertel, in der eigenen Stadt, marschieren.

Sie haben nichts mit uns gemein, sie vertreten alles, aber nicht die Interessen von uns, die der werktätigen Bevölkerung. Sie vertreten nicht die Interessen des Klempners, des Tischlers, des jungen Auszubildenden, der Kassiererin im Supermarkt, des kleinen Selbstständigen und schon garnicht die des bettelarmen Obdachlosen.

Sie sehen sich in der Tradition einer Partei der größten Bonzen der Bonzen, der NSDAP – und stehen für ein System, in dem diese Bonzen schalten und walten können wie sie wollen, sie stehen für den Faschismus. Am 17.11. kommen sie nun das zehnte Jahr in Folge nach Remagen um ihren Helden zu Gedenken: Wehrmacht, Hitlerjugend und Waffen-SS. Sie beziehen sich offen positiv auf den Hitler-Faschismus, hetzen gegen Juden, Migranten und alle die nichts vom Faschismus hören und sehen wollen.

Doch nicht nur das hat Tradition. Auch der zivilgesellschaftliche Protest in seiner ganzen Vielfalt findet Jahr für Jahr in Remagen statt: Von antirassistischem Staffellauf, einem Tag der Demokratie über eine historische Spurensuche bis zu einer Tanzdemonstration war schon alles dabei.

Doch eines hat all der Protest der letzten Jahre nicht erreicht: Dass die Nazis nicht mehr nach Remagen kommen. Das wollen wir erreichen. Wir wollen den Aufmarsch dieser faschistischen Menschenfeinde blockieren, erreichen, dass sie ihre Demonstration nicht durchführen können. Wir werden auf die Demoroute der Nazis gehen und uns hinsetzen. Eine Sitzblockade ist ein effektives Mittel des antifaschistischen Protests. Es ist das Mittel unserer Wahl.

Letztes Jahr gab es währenddessen eine Tanzdemo mit lauter Britney Spears Musik. Von der Demos heraus wurden bereits in der Vergangenheit Anwohner beleidigt. Diese Pöbel-Party-Tanz￾Veranstaltung sind nicht wir. Ein solches Auftreten zieht echten Antifaschismus in den Dreck.

Wir sind Menschen, die genug haben von Rassismus, die schockiert sind von den Ereignissen in Chemnitz. Wir wollen von Naziaufmärsche und rassistische Angriffe nicht geschehen lassen.

Wir wollen euch, der Bevölkerung von Remagen, nicht auf die Nerven gehen, sondern mit euch in Kontakt treten. Deshalb werden wir am 7.11. ab 17 Uhr vor dem Stadt Café Bistro am Bahnhof Remagen eine Kundgebung abhalten, Flyer verteilen und mit euch das Gespräch suchen. Wenn ihr Fragen habt, Dinge kritisch seht, Ideen und Vorschläge habt oder euch an den Blockaden beteiligen wollt, kommt zu unserer Kundgebung und sprecht uns an!

Mehr Infos zum Blockade – Bündnis: nozhg.blogspot.com

Kontakt: bonner-jugendbewegung@gmx.de

Offenes Bonner Anti-Nazi Treffen:
8.11. | 18 Uhr | Oppelner Str. 69

Den Naziaufmarsch verhindern!
Waffen-SS und Hitlerjugend waren keine Helden!

#noZHG#rmg1711

 

Leave a reply

Your email address will not be published.