Save Aleppo! Stoppt das Morden!

Bei unserer Kundgebung gegen die Einmischung der NATO und Russlands in Syrien und in Solidarität mit der leidenden Zivilbevölkerung in Aleppo, die am 16.12. ab 16:00 auf dem Martinsplatz, stattfand konnten wir viele Menschen erreichen, die sich unsere Beiträge interessiert anhörten. Wir verurteilen das Morden und die Massaker gegen die Zivilbevölkerung, sowohl von Assad’s Truppen, als auch der angeblichen „Rebellen“.

Wir verurteilen die Imperialistische Einmischung der NATO und Russland, die einen Stellvertreterkrieg um Einfluss auf dem Rücken der Bevölkerung Syriens austragen. Außerdem solidarisierten wir uns mit den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) sowie mit allen säkularen Kräften, die für eine echte Demokratie in Syrien eintreten.

Aus unserer Kundgebung wurde eine spontane Demo mit ca 60 Personen über den Bonner Weihnachtsmarkt bis zum Stadthaus, wo wir unsere Abschlusskundgebung hielten.

Hoch die Internationale Solidarität!

 

Der Aufruf:

Save Aleppo, save Syria!
NATO und Russland: Hände weg von Syrien!

Während wir hier fröhlich Weihnachten feiern, kämpfen die Menschen in der syrischen Stadt Aleppo ums nackte Überleben. Die Zivilbevölkerung wird im Kampf zwischen den oft fundamentalistischen, sogenannten „Rebellen“ und dem Diktator Assad regelrecht aufgerieben.

Assad überzog mit Hilfe des russischen Militärs die Stadt mit Bomben, über 100.000 Menschen waren bis gestern in der Stadt eingeschlossen. Die humanitären Helfer konnten wegen der Angriffe nicht zu den Verletzten durchdringen. Die sogenannten „Rebellen“ sind zum großen Teil nicht weniger reaktionär und brutal als das von Russland unterstützte Assad-Regime. Es handelt sich dabei zum einen um fundamentalistische Milizen wie Dschabhat Fatah al-Scham („Eroberungsfront der Levante“), die frühere Al-Nusra-Front. Aber auch um Teile der „Freien Syrischen Armee“ (FSA), die ursprünglich teilweise von den USA aufgebaut wurde. Diese Kräfte sind keine Freiheitskämpfer, sondern morden, brandschatzen, plündern und vergewaltigen. Sie sind im Gegenteil vom Ausland abhängige Marionetten, die von der NATO und ihren Verbündeten Türkei und Saudi-Arabien und Katar gezielt gefördert wurden, um den (jeweiligen) eigenen Einfluss in Syrien zu vergrößern. Von Anfang an wurden solche Fundamentalisten in Syrien unterstützt, Deutschland und die NATO haben mit diesen Staaten einen engen Pakt geschlossen.

Unser Protest richtet sich deswegen vor allem gegen die Einmischung der NATO in Syrien, die durch das Ausrüsten von „Stellvertretern“ das Morden in Syrien forciert hat. Wenn Angela Merkel nun öffentlichkeitswirksam erklärt, die Massaker in Aleppo „brächen ihr das Herz“, können wir diese Heuchelei nicht ernst nehmen. Haben ihr die Massaker im Irakkrieg, den sie unterstützt, etwa auch das Herz gebrochen? Brechen ihr die Massaker der IS oder von Al-Scham das Herz? Scheinbar nicht genug, um die diplomatischen Beziehungen zu ihren wichtigsten Förderern Saudi Arabien und Türkei abzubrechen. Der Krieg in Syrien dauert bereits mehrere Jahre. Seit mehreren Jahren wird gemordet, werden Kriegsverbrechen begangen. Erst wenn die prowestlichen „Rebellen“ kurz vor der Niederlage stehen, interessiert sich die Bundesregierung auf einmal für die Zivilisten.

Wir sind gegen die Einmischung in Syrien – egal ob Russland oder NATO! Unsere Solidarität gilt der Zivilbevölkerung, die im Stellvertreterkrieg regelrecht aufgerieben wird.
Außerdem unterstützen wir alle demokratischen und säkularen Kräfte in der Region, insbesondere das Projekt Rojava und seine Volksverteidigungseinheiten YPG/YPJ. Rojava bietet seit seiner Gründung Millionen Flüchtlingen aller Religionen und Ethnien Schutz und Mitbestimmung.

Zuletzt möchten wir darauf aufmerksam machen, dass die ganze Debatte um Syrien natürlich in Flüchtlingslagern, auf Schulhöfen, in Fabriken, auch im Internet, u.a. unter dem Hashtag „Save Aleppo“, von fundamentalistischen Kräften instrumentalisiert wird, um ihren Einfluss zu steigern und Verwirrung zu verbreiten. Wir mischen uns in diese Debatten mit unserer Position ein, um den Reaktionären nicht das Feld zu überlassen. Auf unserer Demo morgen hat keine der Kriegsparteien etwas verloren, wir kämpfen trotz der Stärke der Reaktionäre im syischen Chaos für Frieden und Demokratie.

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