received_1056964614364736Die jetzigen Zustände sind untragbar! Viel zu viele Menschen sind auf zu engem Raum in Turnhallen und Schulen zusammengepfercht. Zum Teil 3 Toiletten und eine Küche für 200 Personen! Es mangelt an Hygiene und Privatsphäre. Außerdem fällt für Schüler und Vereine der Sport aus. Das muss nicht sein! In Bonn stehen 4000+ Wohnungen leer. Wir fordern RICHTIGE WOHNUNGEN FÜR REFUGEES UND IHRE FAMILIEN. Investitionen in den sozialen Wohnungsbau kämen zudem nicht nur Flüchtlingen, sondern auch Studierenden und finanziell Schwächeren zugute.

Viele Refugees warten monatelang auf ihren Termin zur Asylantragstellung. Von diesem Termin hängt ihre gesamte Zukunft ab: Aufenthaltserlaubnis, Integrationskurs, Wohnungssuche, Hochschulzugangsberechtigung, Arbeitserlaubnis. Einfach alles! Darum brauchen wir UNBÜROKRATISCHE SCHNELLVERFAHREN BEIM BAMF – und zwar nicht mit dem Ziel, möglichst schnell abzuschieben, sondern um jedem Flüchtling möglichst schnell ein BLEIBERECHT zu sichern!

Die medizinische Versorgung in den Lagern ist völlig unzureichend. Vom Krieg Traumatisierte erhalten keine psychologische Betreuung und jeder Arztbesuch muss erst umständlich beantragt und genehmigt werden. Viele warten so monatelang auf wichtige Operationen. Wir brauchen KRANKENVERSICHERUNGEN für alle Geflüchteten!

Die Grundlage für Integration sind Chancen und Sicherheit. Die Uni Bonn eröffnet nun Flüchtlingen mit Deutschkenntnissen (B1) ein „Frühstudium“. Das ist ein wichtiger Schritt. Denn Flüchtlinge wollen ein Teil der Gesellschaft werden. Wir fordern ZUGANG ZU SCHULEN, HOCHSCHULEN UND AUSBILDUNGSPLÄTZEN UND RECHT AUF ARBEIT FÜR ALLE GEFLÜCHTETEN.

Residenzpflicht und teure Fahrkarten fesseln Geflüchtete aber an ihre Wohnorte. Das grenzt aus und isoliert: Wir fordern VOLLE BEWEGUNGSFREIHEIT UND GÜNSTIGE ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL.

Im letzten Jahr gab es über 1.000 (!) Übergriffe auf Flüchtlingsheime. Die meisten in NRW. Neurechte Parteien wie die AfD sind im Aufschwung und viele ihrer Forderungen werden bereits von CDU und SPD umgesetzt: Anstatt FÜR LEGALE UND SICHERE FLUCHTWEGE zu sorgen, zwingt die EU Flüchtende durch Zäune an den Außengrenzen auf immer gefährlichere Fluchtrouten. Jeden Tag werden an den Stränden Europas neue Leichen angespült, allein letzes Jahr ertranken mehr als 4.000 Menschen auf der Flucht.

Das im Februar verabschiedete ASYLPAKET II verhindert jetzt effektiv die Zusammenführung von Familien. Das bedeutet, dass Geflüchtete ihre Familien nicht nur vermissen, sondern um deren Leben fürchten müssen. Das ist grausam. Wir fordern DAS RECHT AUF FAMILIENNACHZUG! INSBESONDERE FÜR MINDERJÄHRIGE FLÜCHTLINGE!

9 Millionen Ehrenamtliche packen in Deutschland mit an. Überall protestieren Leute für grundlegende Veränderungen. Das neu gegründete Bündnis JUGEND GEGEN RASSISMUS will den Protest deutschlandweit vernetzen – und auch Bonn ist dabei! Werde auch du aktiv.