Jan
22
Di
Hip-Hop Solikonzert für die Rote Hilfe: Seehofer halt’s Maul! @ Kurdischer Verein
Jan 22 um 19:00

Das 1. Café Allez:

22.1. Hip-Hop Solikonzert für die Rote Hilfe: Seehofer halt’s Maul!

Die Rote Hilfe unterstützt politisch Verfolgte, doch im Dezember 2018 drohte Horst Seehofer die Rote Hilfe zu verbieten. Wir sagen: Unsere Solidarität ist eine Waffe! Beim Konzert werden Samjoe von U53 und Klinkn Kabl von Rebel Music auftreten. Die Solispende von ca. 4€ geht an die Rote Hilfe. Das dient allen Aktivist*innen, die von staatlicher Repression betroffen sind.

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Jan
24
Do
Israels rechte Freunde in Europa und den USA @ Ort folgt
Jan 24 um 19:00

Vortrag von Shir Hever am Donnerstag, 24. Januar 2019, 19 Uhr

Ort folgt

Dr. Shir Hever ist politischer Ökonom. Er arbeitet als Forscher und Journalist und hat zwei Bücher über die israelische Besatzung in Palästina geschrieben.

Schon seit mehr als 70 Jahren verletzt Israel systematisch das Völkerrecht und wird dabei von den USA und Europa mehr oder weniger offen unterstützt. Die Apartheid- und Kolonialpolitik Israels hat in den USA nicht nur starke jüdische Lobby-Organisationen. Zunehmend nehmen auch rechte evangelikale Christen Einfluss auf Washington. Rund ein Viertel der US- Amerikaner bezeichnen sich heute als evangelikale Christen, die in den letzten 20 Jahren immer mehr Einfluss gewonnen haben. Sie gelten als die treibende Kraft hinter der US-amerikanischen Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt.

Auch in Europa stellt sich die Rechte hinter Israel. Im Jahr 2010 verabschiedeten Vertreter der extremen Rechten aus Österreich, Belgien, Schweden und Deutschland eine sog. ,,Jerusalemer Erklärung“, in der Israel als einzige Demokratie im Nahen Osten bezeichnet wird, die ein „Recht auf Selbstverteidigung“ gegen den „fundamentalistischen Islam“ habe.
Israels rassistischer Umgang mit Flüchtlingen, AraberInnen und MuslimInnen wird von der extremen Rechten in Europa besonders gern zur Legitimierung ihrer Politik eingesetzt. Der Hass auf Flüchtlinge, Araber und MuslimInnen ist auch die Basis einer anderen weltweit aktiven rechten Gruppierung, der „Alt- Right“-Bewegung, die enge Beziehungen mit der israelischen Rüstungsindustrie unterhält.

Die bisher wirksamste Waffe der „Israel-Lobby“ war die „Antisemitismus“-Beschuldigung, die gegen jeden eingesetzt wird, der Israels Politik kritisiert. Doch diese Waffe nutzt sich immer mehr ab – und vermag es nicht mehr, die wachsende Unterstützung für das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser zu stoppen.

Daher fordern wir:
-Schluss mit den illegalen Siedlungen, der Besatzung der Westbank und der Belagerung Gazas!
-Abriss aller Mauern und Zäune in der Westbank und um Gaza!
-Vollständige Gleichberechtigung der arabisch palästinensischen Bürger Israels!
-Anerkennung des Rechts der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr!

Veranstalter: Palästinensische Gemeinde Deutschland – Bonn

Unterstützer: Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost e.V., Bonner Jugendbewegung, BDS-Gruppe Bonn, Deutsch- Palästinensische Gesellschaft NRW-Süd e.V., Frauenwege Nahost

Feb
26
Di
Workshop: Wie wehre ich mich gegen Alltagssexismus? @ Kurdischer Verein
Feb 26 um 19:00

Das 2. Café Allez:

26.2. Workshop: Wie wehre ich mich gegen Alltagssexismus?

Überall im Alltag, egal ob in der Bahn, in der Innenstadt oder beim Feiern, sehen wir sexistische Verhaltensweisen. Wie kann sich eine betroffene Frau verhalten? Wie kann ein Mann einschreiten? Gemeinsam wollen wir beim Workshop verschiedene Situationen und Handlungsmöglichkeiten besprechen. Zudem wird es ein paar Infos zum Frauen*streik, am 08.03.2019, geben.

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Mrz
8
Fr
Bundesweiter Frauen*streik am 08.03.2019
Mrz 8 ganztägig

Aufruf zum Streik!

 

Das erste bundesweite Treffen für einen Frauenstreik in Deutschland hat beschlossen:

„Wenn wir die Arbeit niederlegen, steht die Welt still.“

Am 8. März ist Internationaler Frauenkampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen wir für unsere Rechte und gegen jede Unterdrückung. Über die Welt breitet sich eine Bewegung von streikenden Frauen und Queers* aus, von Polen bis Argentinien, von New York bis Hongkong, von Spanien über Nigeria bis Australien. Auch wir sehen Grund zum Streik und sagen: Es reicht! Lasst uns am 8. März zusammen streiken!

Ständig werden wir diskriminiert, unterdrückt und ausgebeutet. Wir werden tagtäglich mit verletzenden Witzen, Kommentaren, Übergriffen und körperlicher Gewalt klein gemacht. Unsere Arbeit wird geringgeschätzt und noch immer verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 22% weniger als Männer. Nicht nur das, zu Hause übernehmen wir unzählige Stunden an Erziehungs-, Haushalts- und Pflegearbeit. Manche von uns tun dies auch schlecht bezahlt im Zuhause anderer. Für Familie, Freund*innen, Partner*innen und Kolleg*innen leisten wir oft emotionale Unterstützung. Im Alter kommen wir mit unserer Rente kaum oder gar nicht über die Runden. So verschieden wir sind, wir sind alle Arbeiterinnen*, weil wir arbeiten müssen – egal ob wir mit dem Kugelschreiber, dem Schraubenschlüssel, dem Computer oder dem Besen in der Hand arbeiten, ob wir dafür einen Lohn bekommen oder nicht. Es wird von uns erwartet, dass wir diese Arbeit klaglos, unbeachtet und wie selbstverständlich mit einem Lächeln erledigen. Wir lassen uns das nicht länger gefallen! Wir streiken!

Wir wollen streiken,

… weil wir in einer Welt leben wollen, in der jede Arbeit wertgeschätzt wird.

… weil wir uns nicht länger ausbeuten lassen, weder zu Hause, noch auf der Lohnarbeit.

… weil unsere Zeit uns gehört und wir selbst bestimmen wollen, wann und wie wir arbeiten.

… weil wir das Ende des Pflegenotstands, des Mangels an kostenloser Kinderbetreuung, die Aufwertung der Hebammen- und der Reinigungsarbeit verlangen.

… weil wir nicht länger zulassen, dass schlecht bezahlte Arbeiten auf Frauen und Queers* in unsicheren und rechtlosen Verhältnissen abgewälzt werden.

… weil wir selbst über unsere Körper bestimmen wollen und ob und wann wir schwanger werden oder wann wir eine ungewollte Schwangerschaft beenden.

… weil wir keine starre Einteilung in Frau und Mann brauchen, sondern eine Anerkennung und Geschlechtergerechtigkeit für trans-Männer, -Frauen, nicht-binäre und Interpersonen.

… weil wir selbst entscheiden wollen, wen wir lieben, ob, wann und mit wem wir Sex haben.

… weil wir wollen, dass keine von uns abgewertet oder kriminalisiert wird, weil sie für Sex Geld nimmt.

… weil wir uns nicht länger vorschreiben lassen, was oder wen wir schön finden, wie wir auszusehen oder uns zu kleiden haben.

… weil wir so zusammenleben wollen, dass niemand behindert wird.

… weil wir nicht länger hinnehmen werden, dass Frauen und Queers* sexuelle Übergriffe erleiden oder ermordet werden.

weil wir klar machen wollen, dass Gewalt nicht erst bei Schlägen anfängt, sondern bei verbalen Verletzungen, Bevormundungen jeglicher Art oder Isolierung von der Außenwelt.

weil wir keinen Schutz vor Männern brauchen, sondern ein Ende jeder Gewalt. Jeder Angriff auf eine Frau ist ein Angriff auf uns alle!

weil wir nicht länger hinnehmen wollen, dass Kriege täglich hunderte Menschen vertreiben und töten, vor allem im globalen Süden. Die deutsche Regierung, die Bundeswehr, sowie die Deutsche Wirtschaft mischen dabei vor allem mit Rüstungsexporten ordentlich mit.

… weil es nicht sein darf, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken und die, die es nach Deutschland schaffen, entrechtet, ausgegrenzt und angegriffen werden.

… weil wir uns gegen Lagerunterbringung, Abschiebungen und Behördenschikanen einsetzen.

… weil wir alle das gleiche Recht auf Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnraum haben.

weil wir nicht länger zusehen, wenn weltweit die Natur derart zerstört wird, dass es unser aller Leben gefährdet. Deutsche Unternehmen sind verantwortlich für die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in vielen Teilen der Welt. Der Frauen*streik ist auch ein Streik für die Erhaltung der Umwelt und die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen für alle!

weil wir uns gegen rechte Politik und den Aufstieg rechter Parteien und Bewegungen stellen.

… weil wir uns gegen Gesetze wehren, die uns ungleich machen, trennen und kriminalisieren.

… weil wir nicht länger in Frauen und Queers* mit oder ohne deutschen Pass, in Migrantinnen* und Deutsche, spalten und gegeneinander ausspielen lassen.

Wir bestreiken am 8. März unwürdige Zustände, indem wir

… nicht zur Arbeit gehen.

… die Hausarbeit liegen lassen.

… andere nicht umsorgen und nicht für alle mitdenken.

… nicht zur Schule, Berufsschule oder Hochschule gehen.

… uns versammeln, austauschen und Pläne für unsere Zukunft schmieden.

… solidarisch mit allen streikenden Menschen sind.

Wir werden uns gegenseitig dabei unterstützen, dass wir alle an diesem globalen Streik teilnehmen können. Unsere Aktionen sind vielfältig! Redet mit euren Kolleg*innen, Freund*innen, Nachbar*innen, Müttern, Großmüttern, Tanten und Schwestern! Werdet gemeinsam aktiv! Sammelt Euch, lernt einander kennen, hört einander zu! Lasst uns Streik-Komitees an allen Orten gründen! Dies ist der Beginn einer wachsenden Bewegung!

Wir sind

… viele sehr unterschiedliche Frauen und Queers* aus verschiedenen Kontexten. Wir haben unterschiedliche soziale und kulturelle Erfahrungen. Wir haben vielfältige Körper, Fähigkeiten und Lebensgeschichten. Manche von uns leben hier schon lange, manche von uns sind vor kurzem angekommen. Manche von uns gehen zur Schule oder sind in der Ausbildung, manche von uns sind von Hartz IV betroffen, manche von uns beziehen Sozialleistungen oder Rente, manche von uns erhalten gar nichts und viele arbeiten in verschiedenen Berufen. Was uns vereint ist die Kraft unsere entlohnte und nicht-entlohnte Arbeit niederzulegen!

Frauen und Queers* auf der ganzen Welt rufen: Wir streiken!

Schließ Dich an!

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* Das Sternchen soll verdeutlichen, dass es sich bei Geschlecht um ein Spektrum vielfältigster Geschlechtsidentitäten, Körperlichkeiten und Ausrucksweisen handelt. Wenn also von »Frauen*« die Rede ist, sind nicht nur cis-Frauen gemeint, also Frauen, bei denen Geschlechtsidentität und bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht übereinstimmen. Das Sternchen dient der Inklusion diverser Geschlechtsidentitäten, welche jedoch als »Frauen« behandelt werden.

Mrz
26
Di
Vortrag: Umweltzerstörung im Kapitalismus und der Kampf um den Hambacher Forst @ Kurdischer Verein
Mrz 26 um 19:00

Das 3. Café Allez:

26.3. Vortrag: Umweltzerstörung im Kapitalismus und der Kampf um den Hambacher Forst

Letzten Sommer war der Hambi sehr präsent in den Medien, unzählige Menschen sind für den Wald auf die Straße bzw. in den Wald gegangen. Auch wir waren/sind immer wieder vor Ort. Wie geht der Kampf um den Hambi weiter? Wie ist das leben vor Ort? Ist Umweltzerstörung im Kapitalismus normal? Welche Konsequenzen wird es haben, wenn es diesen Wald nicht mehr gibt? Wie hängt das mit dem Klimawandel zusammen?

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