Internationaler Tag der Solidarität: Freiheit für Palästina!

Kundgebung: 24.11. | 14 Uhr | Bonn | Martinsplatz

1. Filmabend ,,Junktion 48″: 29.11. | 19 Uhr | Bonn | Brotfabrik

2. Filmabend ,,Heimat am Rande“: 1.12. | 19 Uhr | Bonn | Brotfabrik

Hier der Aufruf und die Filmbeschreibungen:

Am 29. November 1947 verabschiedete die UNO-Vollversammlung mit der Resolution 181 einen Plan zur Aufteilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat. Sogleich begannen zionistische Milizen mit der Vertreibung der plästinensischen Bevölkerung durch Terror und Massaker. So töteten z.B. in dem Dorf Deir Yassin zionistische Terrorgruppen im April 1948 rund ein Drittel der Bewohner.

Bis zum Kriegsende hatten die Milizen rund 750.000 Menschen vertrieben. Im Mai 1948 erklärte Israel seine Staatsgründung auf einem deutlich größeren Territorium als von der UNO vorgesehen.

Während Israel so in diesem Jahr den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung feiern konnte, stehen die Palästinenser weiterhin vor dem Nichts. Für sie war es der 70. Jahrestag der „Nakba“, so nennen sie die Katastrophe aus Vertreibung, Beraubung, Besatzung und Apartheid, die bis heute nicht enden will.

Seit 1977 begeht die UN den 29. November alljährlich als Tag der internationalen Solidarität mit Palästina. Doch dies reicht nicht aus! Israel als Besatzungsmacht muss international unter Druck gesetzt werden, um das Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung anzuerkennen und die Bestimmungen des Völkerrechts zu akzeptieren.

Filmbeschreibung ,,Junction 48″:

Die Palästinensische Gemeinde Deutschland – Bonn veranstaltet anlässlich des Internationalen Tages der Solidarität mit Palästina der Vereinten Nationen palästinensische Filmtage in Kooperation mit der Bonner Kinemathek.

Udi Aloni erzählt in Junction 48 vom Alltag junger Palästinenser in der Stadt Lod in der Nähe von Tel Aviv. In Lod leben Israelis und Palästinenser zusammen. Verbunden durch die allgegenwärtige Armut. Ein Großteil der angestammten arabischen Bevölkerung wurde nach 1948 vertrieben, Juden gezielt angesiedelt.

Rapper Tamer Nafar ist die zentrale Stimme des palästinensischen Hip-Hop. Er kommt aus Lod und das Drehbuch für Junction 48 ist an seine Biographie angelehnt. Aloni erzählt in Junction 48 ohne jede Rücksicht von perspektivloser Bedrückung der palästinensischen Bevölkerung, die auf dem Land ihrer Väter zu Bürgern zweiter Klasse gemacht werden. Bei einem Konzert entzündet sich am Gesang seiner Freundin Manar ein Angriff rassistischer jüdischer Rapper und dem Haus eines Freundes droht der Abriss durch die Regierung. Er erzählt aber auch von den Rissen innerhalb der palästinensischen Gesellschaft, in der eine moderne Generation immer weniger mit den strikten Moralvorstellungen ihrer Eltern anfangen kann und junge Frauen um ihr Recht auf Selbstbestimmung kämpfen.

Filmbeschreibung ,,Heimat am Rande“:

Die Palästinensische Gemeinde Deutschland – Bonn veranstaltet anlässlich des Internationalen Tages der Solidarität mit Palästina der Vereinten Nationen palästinensische Filmtage in Kooperation mit der Bonner Kinemathek.

Wisam Zureik ist ein in Israel geborener Palästinenser und lebt heute in Aachen. In seinem Dokumentarfilm wirft er einen Blick auf die Lebensumstände von drei Palästinensern, die in Israel leben.
„Noman ist 18, er lebt in dem arabischen Dorf Wade el Neam in der israelischen Halbwüste. Der Staat Israel erkennt dieses, ebenso wie weitere 39 Dörfer, nicht an. Über 100.000 Menschen haben so keinen Zugang zu Wasser, Strom, Straßen oder auch Bildung. Gamileh aus Arrabeh in Nordisrael hat ihren 17-jährigen Sohn Asiel verloren. Als Aktivist der Friedensorganisation „Seeds of Peace“ wurde er während einer Demonstration vor ihren Augen von israelischen Polizisten erschossen. Taisier aus Akka am Mittelmeer ist mit einer Palästinenserin aus dem Westjordanland verheiratet. Obwohl sie eine Aufenthaltserlaubnis für Israel erhalten hat, besitzt sie dort kaum Rechte.
Der Film bietet einen tiefen, aufschlussreichen und anregenden Einblick in die Lebensumstände der palästinensischen Staatsbürger Israels. Er erzählt von Marginalisierung, Gerechtigkeit, Trauer, Liebe, Wut und Hoffnung.“

Im Anschluss an den Film steht der Regisseur Wisam Zureik für eine Diskussion zur Verfügung.

 

Unterstützer: Palästinensische Allianz NRW, Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost e.V., Bonner Jugendbewegung, Institut für Palästinakunde Bonn e.V., Deutsch-Palästinensische Gesellschaft NRW-Süd e.V., Frauenwege Nahost

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