Gegen den ,,Tag der Bundeswehr“!

Auf den Bonner Marktplatz: Am 11.06. 10-18 Uhr!https://scontent.xx.fbcdn.net/v/t1.0-0/s480x480/13263951_641087172712138_5681015405918435905_n.jpg?oh=4c170c0f79a38d5d8dc82be90d63d43c&oe=57C70A86

Über 3.000 deutsche SoldatInnen befinden sich aktuell in Auslandseinsätzen.

Um die Bevölkerung von Militäreinsätzen zu überzeugen und junge Leute für den Kriegsdienst zu werben, führt die deutsche Armee seit 2015 einen „Tag der Bundeswehr“ durch. An dem Tag öffnet die Armee an ausgewählten Standorten ihre Kasernentore und präsentiert sich auf öffentlichen Plätzen mit einer Millionen-Euro schweren Propaganda-Show – auch in Bonn. Dabei wird unterschlagen, dass die Bundeswehr keine friedensbringende Hilfsorganisation ist. Im Gegenteil: Bundeswehreinsätze lassen in den Ländern Zerstörung, Armut und Gewalt zurück und schaffen somit auch aktiv Fluchtursachen!

Deshalb sind hier 4 Gründe um am 11.06. gegen den ,,Tag der Bundeswehr“ zu protestieren:

Geld für Soziales statt für Kriegspropaganda.

In diesem Jahr soll der Wehretat auf 34,3 Milliarden Euro steigen. Das ist mehr als alle Ausgaben für Flüchtlinge im letzten Jahr (ca. 20 Mio. €) – und es wird jedes Jahr mehr. Für den ,,Tag der Bundeswehr“ wurden letztes Jahr über eine halbe Millionen Euro ausgegeben, dieses Jahr soll mindestens das doppelte fällig sein. Gleichzeitig „fehlt“ es ständig an Geld für Bildung, Soziales, Kultur und die würdige Unterbringung von Flüchtlingen.

Krieg wird aus Profitgier geführt

Auf dem ,,Tag der Bundeswehr“ wird erzählt, dass der Kriegseinsatz deutscher SoldatInnen nötig wäre, um den Weltfrieden wiederherzustellen. Dabei wird nicht erwähnt, welche Funktion die SoladatInnen dort innehaben. Meistens sitzen sie nämlich in Schlüsselpositionen, haben Befehlsgewalt über SoldatInnen der Armee des Einsatzgebietes und können so aktiv die Interessen der NATO Staaten vertreten. Von der Ausbeutung der strukturell zerstörten Länder profitieren vor allem große Konzerne und Waffenfirmen.

Wer Krieg sät, wird Flüchtlinge ernten

Über die Hälfte aller Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, stammen aus Ländern, in denen die Bundeswehr stationiert ist. Die Bundeswehr operiert in 6 von 10 der Länder, aus denen die meisten Flüchtlinge kommen. Darunter Afghanistan, wo die NATO seit 2001 mehr als 68.000 Menschen ermordet hat. Diese Kriege schaffen nicht Frieden und Stabilität, sondern Zerstörung und Chaos, was jedes Jahr tausende in die Flucht treibt. Wir fordern: Abzug der deutschen Truppen aus dem Ausland!

Die Bundeswehr bildet Jugendliche zu SoldatInnen aus.

Über 235.000 Menschen kamen 2015 zum „Tag der Bundeswehr“ – darunter auch sehr junge Menschen: Die Bundeswehr ist eine von weltweit nur noch wenigen Streitkräften, die auch Minderjährige an der Waffe ausbildet. Viele Jugendliche wissen, dass sie nach der Schule kaum eine Aussicht auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz haben. Die Bundeswehr nutzt unsere Perspektivlosigkeit aus. Gezielt werden Kinder und Jugendliche nicht nur beim „Tag der Bundeswehr“, sondern auch auf jeder Jobmesse und an Schulen für den Kriegsdienst begeistert, damit sie schon mit 17 Jahren in die Armee eintreten. Jährlich rekrutiert die Bundeswehr so über 1.300 Unter-18-Jährige für den Dienst an der Waffe.

Lasst uns nicht untätig sein!

Auch in diesem Jahr werden hunderttausende ZivilistInnen jeden Alters erwartet – nutzen wir die Aufmerksamkeit und setzen der Militär-Propaganda etwas entgegen! Bereits im vergangenen Jahr fanden an fast allen beteiligten Armee-Standorten teils spektakuläre, teils ganz einfache und ebenso wirkungsvolle Aktionen gegen deutsche Kriegseinsätze und die Bundeswehr als Mittel der Politik statt. So soll es auch 2016 sein! Lassen wir das Militärspektakel nicht unkommentiert!

Es regt sich Widerstand und Du kannst dabei sein. Wenn du Lust hast, dich für eine Welt ohne Krieg und Rassismus zu engagieren, dann komm immer Freitags um 18:00 Uhr ins DGB Haus zum Treffen der Bonner Jugendbewegung. Wir freuen uns auf Dich.

Leave a reply

Your email address will not be published.