Fight for Joel! Gegen HogeSa und Repression!

13669131_899615150150311_1032039463677834606_nJoel wird im Zuge der HoGeSa-Proteste eine gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Aktuelle Informationen findet ihr unter www.fightforjoelblog.wordpress.com oder Facebook „Fight for Joel“.

Der Gerichtstermin am 13.7. wurde aufgrund von einer Krankheit abgesagt, Freunde und Unterstützer versammelten sich trotzdem vor dem Amtsgericht Köln und machten deutlich, dass sie hinter ihm stehen. Die Unterstützerkampagne Fight for Joel hat einen Solidaritätsaufruf auf deutsch und englisch verfasst sowie die Möglichkeit eingerichtet online zu spenden.

Spenden für Joel und die von Repression Betroffenen könnt ihr hier für alle Menschen, die über eine Kreditkarte verfügen: https://www.generosity.com/community-fundraising/fight-for-joel-fight-against-racism oder hier für alle Menschen, die nicht über eine Kreditkarte verfügen: https://www.indiegogo.com/projects/fight-for-joel-fight-against-racism–3#/

Wenn ihr selber Betroffene seid, eure Solidarität zeigen wollt, oder Fragen habt, meldet euch unter fightforjoel@openmailbox.com

 

Hier der Solidaritätsaufruf der Unterstützerkampagne Fight for Joel:

Fight for Joel! Figth against Racism!

22.960 rechtsextreme Straftaten gab es im Jahr 2015 — so viele wie seit Errichtung der Statistik vor 15 Jahren nicht, davon 1.000 Straftaten gegen Asylunterkünfte. 94 Brandsätze schlugen in solche ein. Und auch in diesem Jahr ging der Hass weiter: Hunderte Brandstiftungen und Angriffe auf Geflüchtete. Faschisten bilden Bürgerwehren und machen Jagd auf Migranten.

Dahinter steht eine Radikalisierung der rechtsextremen Szene. In Deutschland brennt’s — man sollte also meinen, die Behörden hätten in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Stattdessen steht am 13. Juli Joel vor Gericht, der dagegen auf die Straße ging:

Am 25. Oktober 2015 waren tausende Kölnerinnen und Kölner auf der Straße, um sich den sogenannten „Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa)“ in den Weg zu stellen. Ein Jahr vorher hatten weit über 1000 Faschisten in Köln gewütet, Migranten und Journalisten attackiert, sowie ein asiatisches Restaurant gestürmt. Nur wenige Tage zuvor war Oberbürgermeisterin Henriette Reker von einem Faschisten in aller Öffentlichkeit mit einem Messer angegriffen worden.

Am Tag selber konnten Faschisten immer wieder durch die Gegenkundgebungen laufen und provozieren; es gab einen Angriff von rund 60 Faschisten auf die Kundgebung. Das alles passierte unter den Augen der Polizei. Im gesamten Viertel waren engagierte Menschen unterwegs, die sich den Faschisten in den Weg stellten, und schlimmeres verhinderten.

In Zeiten wie diesen, in denen es täglich zu Angriffen auf Geflüchtete und Migranten kommt und Faschisten durch die Städte patroullieren ist die Organisierung des antifaschistischen Selbstschutzes eine absolute Notwendigkeit geworden. Vom Staat dürfen wir nichts erwarten. Immer wieder tauchen „V-Mann“-Skandale auf; sei es das immer noch durch den Verfassungsschutz verschleierte Netz von V-Leuten um den NSU, sei es der Mitbegründer von HoGeSa, ebenfalls V-Mann war. Es gibt viele solcher Beispiele, anhand derer deutlich wird: der Staat kennt die faschistischen Strukturen, er baut sie mit auf, finanziert sie, und stattet sie mit Infrastruktur aus. Unser Staat nimmt dabei in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen. Gleichzeitig verfolgt er Menschen, die ihre antifaschistische Gesinnung auf die Straße tragen, brandmarkt sie in seiner Heuchelei als skrupellose Täter und belastet sie mit Geldstrafen, oder Gefängnisstrafen.

Joel droht eine hohe Bewährungsstrafe, ihm wird im Zuge der HoGeSa-Proteste eine gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er braucht unsere uneingeschränkte Solidarität. Wir werden diesen Fall aus dem Gerichtsaal auf die Straßen tragen. Schließt euch uns an, bringt Ideen und Energie mit. Wenn ihr nach diesem Tag selbst Opfer von Repressionen geworden seid, meldet euch. Niemand bleibt allein.
Solidarität ist unsere Waffe!

Spendet für Joel und die Betroffenen der „HoGeSa“-Repression auf o.g. Website.

Aktuelle Informationen findet ihr unter www.fightforjoelblog.wordpress.com oder Facebook „Fight for Joel“.

Wenn ihr selber Betroffene seid, eure Solidarität zeigen wollt, oder Fragen habt, meldet euch unter fightforjoel@openmailbox.com

 

ENGLISH
Fight for Joel! Fight against racism!

22960 right-wing extremist criminal acts took place in the year 2015 in Germany – the highest number since the beginning of this statistics, 1000 of them were attacks against refugee accommodations. 94 times refugee accommodations were set on fire. The hate continues in this year: Hundreds of attacks against refugees. Fascists build up groups of „self-defense“ and hunt migrants.

Behind this development is a radicalization of the right-wing extremist scene in Germany. Germany is set on fire – you would think that public authorities are busy with this. Instead Joel, who took to the streets against this development, will be on trial on 13th July.

On 25th October 2015, thousands of people in Cologne took to the streets to prevent a march of the self-called „Hooligans Against Salafists“ (the „Hooligans Against Salafists“ are a militant, right-wing influenced movement in Germany, who had a first march in Cologne in 2014). One year before, more than 1000 „HoGeSa“s riotet through Cologne, attacked migrants and journalists and crashed an asian restaurant. Only a few days before the „HoGeSa“-march in 2015, Cologne’s mayor Henriette Reker was publically attacked with a knife by a fascist.

During the „HoGeSa“ march on 25th October 2015 fascists could openly walk through the broad antifascist demonstration and provoke; about 60 fascists attacked the demonstration. All of this happened under the watchful eyes of the German police. Many dedicated antifascists were in the whole neighbourhood to obstruct the fascists and prevent something much worse than that.

In times like these, in which migrants and refugees are attacked on a daily base and fascists patrol through the streets, the organization of the antifascist self-defense is necessary by any means. We shouldn’t expect anything from the state. Again and again scandals about „V-Men“ appear (V-Men are paid informers of the intelligence services in different political movements; especially the German right-wing extreme movement is infiltrated with these „V-Men“); examples for this are the still veiled net of „V-Men“ around the NSU (Nationalsocialist Underground, a fascist terror group, that is responsible for various murders of migrants during the years 2000-2006 and different assaults in Germany; in 2011 Beate Zschäpe, one member of the NSU, unmasked themselves after the still unexplained death of the two other knowm members Uwe Mundlos and Uwe Böhnhardt), or one of the „HoGeSa“-founders, who also appeared to be a „V-Man“. Numerous of these examples show us: the German state knows the fascist structures, he establishes, finances and equips them. Our state approves, that people are injured. At the same time, the state juristically persecutes antifascists, hypocritically stigmatizes them as ruthless delinquents and burdens them with money fines or even prison sentences.

Joel faces severe penalty, he is accused of aggravated battery during the Anti-“HoGeSa“-protests. He needs our unrestrained solidarity. We will take this case out of the court and to the streets. Connect with us, bring your ideas and energy. If you are also a victim of the police repression of the Anti-“HoGeSa-“protest, you can also connect us. No one stands alone! Solidarity is our weapon!

Please donate for Joel and other affected people – they will need money to pay lawyers, the expensive court fees and money fines. https://www.generosity.com/community-fundraising/fight-for-joel-fight-against-racism

You find the latest information on www.fightforjoelblog.wordpress.com or Facebook „Fight for Joel“.

You can connect us under fightforjoel@openmailbox.org

 

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