„No humanity, no one care.“ – Troisdorfer Hungerstreik

„No humanity, no one care.“ – Troisdorfer Hungerstreik

Am Morgen des 21. März 2016 haben 12 Geflüchtete aus Troisdorf Bergheim einen Hungerstreik begonnen. Anlass hierfür ist, dass sie seit 7-9 Monaten auf einem Termin beim BAMF warten, um ihren Asylantrag stellen zu können. Sie leben in Ungewissheit und fürchten um das Leben ihrer Familien. Sie kommen aus dem Irak, Syrien und Eritrea. Ein Familiennachzug, ein Integrationskurs, Arbeit und Ausbildung, all das ist erst nach der Asylantragstellung möglich.
Wir von der Bonner Jugendbewegung haben uns mit den Flüchtlingen unterhalten, mit ihnen Plakate gemalt und die Presse informiert. Bereits am ersten Tag war der WDR vor Ort und auch das Radio Bonn/Rhein-Sieg hat über die Aktion berichtet: http://www.radiobonn.de/bonn/rb/1355303/news/bonn_rhein-sieg

Newroz: Das kurdische Neujahresfest

Newroz: Das kurdische Neujahresfest

Am 21. März  begann nach kurdischer Zeitrechnung das neue Jahr. Auf dem Foto sieht man zehntausende KurdInnen, welche auf dem Waterlooplatz in Hannover das kurdische Neujahr feiern. Vor der Feier fand eine große, bunte und fröhliche Demonstration unter dem Motto: ,,Frieden in Kurdistan, Freiheit für Öcalan“ statt. Aus über 40 Städten gab es organisierte Anreisetreffpunkte zur zentralen Demo, bei der sich KurdInnen aus ganz Deutschland zusammengefunden haben.

Solidarität mit Refugees

Solidarität mit Refugees

Vorgestern, am 14.03. fand bei schönem Sonnenschein eine bunte, fröhliche und mehrsprachige Demo statt. Flüchtlinge aus Godesberg schrieben uns an, äußerten den Wunsch, dass wir sie in ihrem Protest unterstützen sollen. Sie schrieben selbst den Aufruf, wir meldeten an und kontaktierten weitere Flüchtlinge aus anderen Lagern. Überall regt sich sich Widerstand gegen die menschenunwürdige n Zustände in den Lagern und den extrem langen Wartezeiten.

Lasst uns den Protest forführen und am 27.04. auf bundesweiter Ebene Druck aufbauen!
https://www.facebook.com/events/537466109748243/

Uni Bonn öffnet sich für Flüchtlinge | New Preparatory program for Refugees at Uni Bonn

Uni Bonn öffnet sich für Flüchtlinge | New Preparatory program for Refugees at Uni Bonn

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Neues Programm zur Förderung der Integration in das Studium

Mit einem neuen Förderprogramm öffnet sich die Universität Bonn für studierfähige Flüchtlinge, die in Bonn bleiben werden und ein Studium anstreben. Bereits im Wintersemester sind in Bonn die ersten drei Deutschkurse gestartet, die die Universität Bonn in Zusammenarbeit mit dem Verein „ProIntegration“ für studieninteressierte Flüchtlinge angeboten hat. Zum kommenden Sommersemester startet sie nun das Programm „Förderung der Integration in das Studium“ (FdIS). Interessierte Flüchtlinge können sich registrieren lassen und an einem Beratungsgespräch teilnehmen.

Der Weg vom Hungerstreik zum BAMF

Der Weg vom Hungerstreik zum BAMF

Übersetzungen in Englisch, Arabisch, Französisch und Kurdisch (Sorani & Kurmanci)

In Troisdorf werden über 40 Flüchtlinge knapp ein ¾ Jahr über ihrer Zukunft im unklaren gelassen. Sie erhielten keinen Termin und fühlten sich alleine gelassen. Mit einem Hungerstreik suchten sie die mediale Öffentlichkeit und versuchten Druck auf zu bauen. Am 16.01.2016 fuhren einige Jugendliche der Bonner Jugendbewegung (BJB) nach Troisdof, um mit den Refugees zu reden und ihre Solidarität zu zeigen. Trotz des Hungerstreiks verbesserte sich die Lage in Troisdorf nicht.

0202 – Wir waren Dabei! Erfolgreiche Demonstration und Besetzung in Solidarität mit den Flüchtlingen!

0202 – Wir waren Dabei! Erfolgreiche Demonstration und Besetzung in Solidarität mit den Flüchtlingen!

Nach unserem Refugee Schul- und Unistreik am 02.02. schauen wir erschöpft, aber sehr glücklich auf einen tollen und erfolgreichen Tag zurück. Nicht nur haben sich über 400 junge Menschen versammelt, um für die Rechte der Flüchtlinge auf die Straße zu gehen, auch unsere Freunde aus einem Troisdorfer Flüchtlingsheim sind nach einer spontanen Besetzung des Ausländeramtes froh, endlich einen Termin für die Stellung ihres Asylantrags bekommen zu haben – und konnten sehen, dass es in Deutschland noch Menschen gibt, die sich wirklich dafür einsetzen, ihnen zu helfen.

HUNGERSTREIK in Troisdorfer Flüchtlingsunterkunft: „Wir sind Menschen, keine Tiere.“

HUNGERSTREIK in Troisdorfer Flüchtlingsunterkunft: „Wir sind Menschen, keine Tiere.“

[English version below]

Am 16. Januar lasen wir in verschiedenen Zeitungen, dass sich Flüchtlinge in einer Troisdorfer Unterkunft in einem Hungerstreik befinden. Wir beschlossen spontan dahin zu fahren, mit den Flüchtlingen zu reden und uns selbst ein Bild von der Situation zu machen. Als wir dort ankamen, fiel uns als erstes auf, dass im Gegensatz zu anderen Unterkünften von Flüchtlingen, kein Sicherheitsdienst vor Ort war. Angesichts der Tatsache, dass das BKA im Jahr 2015 924 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte zu verzeichnen hatte, finden wir dies sehr beängstigend. Am Eingangsbereich sahen wir Transparente mit folgender Aufschrift:

DIE TOTEN KOMMEN nach Bonn.

DIE TOTEN KOMMEN nach Bonn.

Europas Küsten: Hunderte von Ertrunkenen werden jedes Jahr angeschwemmt. Lampedusa steht im Rampenlicht, aber im Mittelmeer gibt es viele solcher Orte.

Mit der Grenzschutzagentur FRONTEX hat die EU das gesamte Mittelmeer zu einem Kampfgebiet erklärt. Europa baut Zäune und Stacheldraht um die vor Krieg und Elend flüchtenden Massen aufzuhalten. Immer noch werden auf hoher See Flüchtlingsboote mit Gewalt abgedrängt. Die Seenotrettung wurde weiter reduziert, diese Menschenleben waren in Augen der EU zu teuer.

Das Mittelmeer ist zu einem Massengrab für Flüchtlinge geworden. Mehr als 25.000 Menschen ließen dort in den letzten Jahren ihr Leben.

1918634_582140998606756_1171441590646437074_nDie Toten aus dem Mittelmeer, ermordet durch das Europäische Grenzregime, sind nun nach Bonn gekommen. Sie liegen begraben vor der Bonner Uni, auf einem über Nacht entstandenen Friedhof.

REFUGEE SCHUL- UND UNISTREIK

REFUGEE SCHUL- UND UNISTREIK

SOLIDARITÄT KENNT KEINEN STUNDENPLAN!

Krieg, Zerstörung und Armut zwingen immer mehr Menschen zur Flucht. Sie lassen alles zurück und riskieren ihr Leben um Elend und Tod zu entkommen. Tausende sterben schon auf der Flucht. Doch statt den traumatisierten Menschen Schutz und Hilfe zukommen zu lassen, werden die Grenzen der EU völlig abgeschottet und auch in Deutschland die weiter Asylgesetze verschärft.

Ankommende Flüchtlinge werden in heruntergekommenen und überfüllten Lagern isoliert. Meist gibt es für Refugees weder ausreichend Sprachkurse noch andere soziale Angebote oder Möglichkeiten zu arbeiten: Nur den trostlosen Alltag im Lager. Dort leben sie täglich mit der Angst abgeschoben zu werden. Eine Abschiebung bedeutet für viele den sicheren Tod! Über 1000 Flüchtlinge haben schon versucht, sich aus Angst vor einer Abschiebung umzubringen. Und zu allem Überfluss erleben wir gerade eine nie dagewesene Welle rassistischer Gewalt gegen Flüchtlinge: 2015 zählte das BKA 924 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte.

Gegen diese menschenverachtenden Zustände regt sich Widerstand! In vielen Städten gingen hunderte Menschen raus, um die Refugees an den Bahnhöfen in Empfang zu nehmen und ihnen mit Sachspenden zu helfen. Und immer mehr wollen noch weiter gehen, schließen sich mit den Flüchtlingen zusammen und gehen für eine grundsätzliche Verbesserung der Lage auf Straße.

In Gedenken an Paris, Beirut, …

In Gedenken an Paris, Beirut, …

In der Nacht vom 13.11. auf den 14.11.2015 kam es zu terroristischen Anschlägen an insgesamt 6 Orten in Paris mit über 120 Toten. Mehrere Terroristen schossen beinahe zeitgleich um sich und zündeten Bomben u.a. vor einem Rockkonzert und vor einem Fußballstadion. Der IS hat sich öffentlich zu den Anschlägen bekannt. Am nächsten Tag haben wir als BJB um 15 Uhr am Münsterplatz eine Gedenkkundgebung veranstaltet. Unsere Gedanken sind heute bei den Angehörigen der Opfer in Paris. Opfer, die durch feige, terroristische Gewalt umgekommen sind. Terroristische Gewalt, die hätte verhindert werden können.