HUNGERSTREIK in Troisdorfer Flüchtlingsunterkunft: „Wir sind Menschen, keine Tiere.“

HUNGERSTREIK in Troisdorfer Flüchtlingsunterkunft: „Wir sind Menschen, keine Tiere.“

[English version below]

Am 16. Januar lasen wir in verschiedenen Zeitungen, dass sich Flüchtlinge in einer Troisdorfer Unterkunft in einem Hungerstreik befinden. Wir beschlossen spontan dahin zu fahren, mit den Flüchtlingen zu reden und uns selbst ein Bild von der Situation zu machen. Als wir dort ankamen, fiel uns als erstes auf, dass im Gegensatz zu anderen Unterkünften von Flüchtlingen, kein Sicherheitsdienst vor Ort war. Angesichts der Tatsache, dass das BKA im Jahr 2015 924 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte zu verzeichnen hatte, finden wir dies sehr beängstigend. Am Eingangsbereich sahen wir Transparente mit folgender Aufschrift:

DIE TOTEN KOMMEN nach Bonn.

DIE TOTEN KOMMEN nach Bonn.

Europas Küsten: Hunderte von Ertrunkenen werden jedes Jahr angeschwemmt. Lampedusa steht im Rampenlicht, aber im Mittelmeer gibt es viele solcher Orte.

Mit der Grenzschutzagentur FRONTEX hat die EU das gesamte Mittelmeer zu einem Kampfgebiet erklärt. Europa baut Zäune und Stacheldraht um die vor Krieg und Elend flüchtenden Massen aufzuhalten. Immer noch werden auf hoher See Flüchtlingsboote mit Gewalt abgedrängt. Die Seenotrettung wurde weiter reduziert, diese Menschenleben waren in Augen der EU zu teuer.

Das Mittelmeer ist zu einem Massengrab für Flüchtlinge geworden. Mehr als 25.000 Menschen ließen dort in den letzten Jahren ihr Leben.

1918634_582140998606756_1171441590646437074_nDie Toten aus dem Mittelmeer, ermordet durch das Europäische Grenzregime, sind nun nach Bonn gekommen. Sie liegen begraben vor der Bonner Uni, auf einem über Nacht entstandenen Friedhof.

REFUGEE SCHUL- UND UNISTREIK

REFUGEE SCHUL- UND UNISTREIK

SOLIDARITÄT KENNT KEINEN STUNDENPLAN!

Krieg, Zerstörung und Armut zwingen immer mehr Menschen zur Flucht. Sie lassen alles zurück und riskieren ihr Leben um Elend und Tod zu entkommen. Tausende sterben schon auf der Flucht. Doch statt den traumatisierten Menschen Schutz und Hilfe zukommen zu lassen, werden die Grenzen der EU völlig abgeschottet und auch in Deutschland die weiter Asylgesetze verschärft.

Ankommende Flüchtlinge werden in heruntergekommenen und überfüllten Lagern isoliert. Meist gibt es für Refugees weder ausreichend Sprachkurse noch andere soziale Angebote oder Möglichkeiten zu arbeiten: Nur den trostlosen Alltag im Lager. Dort leben sie täglich mit der Angst abgeschoben zu werden. Eine Abschiebung bedeutet für viele den sicheren Tod! Über 1000 Flüchtlinge haben schon versucht, sich aus Angst vor einer Abschiebung umzubringen. Und zu allem Überfluss erleben wir gerade eine nie dagewesene Welle rassistischer Gewalt gegen Flüchtlinge: 2015 zählte das BKA 924 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte.

Gegen diese menschenverachtenden Zustände regt sich Widerstand! In vielen Städten gingen hunderte Menschen raus, um die Refugees an den Bahnhöfen in Empfang zu nehmen und ihnen mit Sachspenden zu helfen. Und immer mehr wollen noch weiter gehen, schließen sich mit den Flüchtlingen zusammen und gehen für eine grundsätzliche Verbesserung der Lage auf Straße.

In Gedenken an Paris, Beirut, …

In Gedenken an Paris, Beirut, …

In der Nacht vom 13.11. auf den 14.11.2015 kam es zu terroristischen Anschlägen an insgesamt 6 Orten in Paris mit über 120 Toten. Mehrere Terroristen schossen beinahe zeitgleich um sich und zündeten Bomben u.a. vor einem Rockkonzert und vor einem Fußballstadion. Der IS hat sich öffentlich zu den Anschlägen bekannt. Am nächsten Tag haben wir als BJB um 15 Uhr am Münsterplatz eine Gedenkkundgebung veranstaltet. Unsere Gedanken sind heute bei den Angehörigen der Opfer in Paris. Opfer, die durch feige, terroristische Gewalt umgekommen sind. Terroristische Gewalt, die hätte verhindert werden können.

Vor der Haustür kehren – Neonazis in Remagen blockieren!

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Vor der Haustür kehren – Neonazis in Remagen blockieren!

TREFFPUNKT: 21.11. | 10:40 UHR | BONN HBF Gleis 1

Am 21. November wollen Nazis und Rassisten quasi vor unserer Haustür, im 10 Minuten von Bonn entfernten Remagen, aufmarschieren. Bei ihren Aufmärschen berufen sich diese Nazis ganz offen auf den deutschen Faschismus und die deutsche Wehrmacht.
Aber viel schlimmer als das, was sie über die Vergangenheit erfinden sind ihre heutigen Verbrechen: Diese Nazis kommen aus dem Umfeld der gewaltbereiten Kameradschaften, von denen viele mittlerweile wegen ihrer unzähligen Angriffe auf Migranten verboten sind.
Die Hetze gegen Flüchtlinge steht mittlerweile immer mehr im Mittelpunkt der Nazipropaganda – und diese Hetze ist brandgefährlich. Allein im ersten Halbjahr 2015 gab es mehr als 200 Anschläge auf Flüchtlingsheime in Deutschland! Das sind durchschnittlich mehr als einer pro Tag! Deutsche Neonazis sorgen unter anderem dafür, dass Flüchtlinge in Deutschland in ständiger Angst vor Übergriffen leben müssen. Viele trauen sich nicht mehr vor die Tür.
Die Menschen, die oft schon durch den Hintergrund ihrer Flucht schwer traumatisierte sind kommen nach Deutschland und müssen hier Angst haben, dass ihr Haus angezündet wird!
Dabei stellen Aufmärsche wie in Remagen eine echte Gefahr da! Für die Neonazis, von denen solche Hetze und auch Angriffe kommen, sind sie besonders wichtig. Sie versuchen, in Dörfern und kleineren Städten Unterstützer zu gewinnen, um dann mit ihrer Hetze in die Städte zu ziehen.
Wir dürfen solche menschenverachtende Hetze nicht tolerieren! Lasst uns gemeinsam die Flüchtlinge unterstützen – und das heißt auch, gegen Nazis und Rassisten auf die Straße zu gehen!

Naziaufmärsche sind eine echte politische Gefahr – also was tun?

  • Komm zum Treffen der Bonner Jugendbewegung! Immer Freitags um 18 Uhr um DGB Haus (Endenicher Str 127) – jeder und jede ist willkommen!
  • Komm am 21.11. zum Bonner HBF! Lasst uns vor der Haustür von Bonn kehren, lass uns den Aufmarsch der Nazis gemeinsam verhindern!
  • Diskutier mit deinen Mitschülern, Freunden und nimm sie mit zur Demo!

NEWSflash #1 | viva viktoria – ttip – vorratsdatenspeicherung

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Viva Viktoria

Seit einigen Monaten läuft die Kampagne Viva Viktoria, die sich gegen den Ausverkauf des Viktoriaviertels in der Bonner Innenstadt stellt. Dort soll nach Willen des Stadtrats eine Shopping-Mall errichtet werden – Verlust von studentischem Leben, kleinen Cafés und einfach einem Stück bonner Kultur wäre die Folge. Das Bürgerbegehren zur Erhaltung des Viertels hat inzwischen knapp 20.000 Unterschriften gesammelt, das sind fast doppelt so viele wie eigentlich nötig werden. Vor einigen Tagen kam dann der Hammer: Angeblich hat die Stadt mehr als 300 Unterschriftenlisten einfach VERLOREN – das sind mehrere tausend Unterschriften. Niemand „weiß“, wo die Listen abgeblieben sind.

HOGESA 2.0 blockieren!

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HOGESA 2.0 blockieren!

+++ TREFFPUNKTE ONLINE! +++

Für die HOGESA Blockaden:
Sonntag 25.10| 9:15 | Bonn HBF Gleis 1

Für die antirassistische Demo:
Samstag | 24.10 | 15:20 | Bonn HBF Gleis 1

 

 

STOPPT DEN TÜRKISCHEN STAATSTERROR!

STOPPT DEN TÜRKISCHEN STAATSTERROR!

In der letzten Zeit hören wir sogar in deutschen Medien vermehrt von türkischen Angriffen auf die kurdische Bewegung. Doch über die momentane zugespitzte, kriegsähnliche Situation wird in den öffentlichen Medien nicht ausführlich berichtet.

Denn in der Realität bedeutet das konkret:

  • In den letzten sieben Tagen sind mehrere hundert Jugendliche und Erwachsene festgenommen wurden!
  • Bei Angriffen der Polizei auf Linke wurden mindestens sechs 18-24 jährige Studenten erschossen!
  • Der türkische Staat hat kurzeitig das Internet ausgeschaltet und sperrt bzw. löscht langfristig einige kurdische Nachrichtenportale und Twitter!
  • Kurdische Dörfer (Dersim, Kığ, Gure Spi…) sind von mutwillig gelegten Waldbränden gefährdet! Da von staatlicher Seite keine Hilfe kommt, wird die Bevölkerung aufgerufen sich an den Löscharbeiten zu beteiligen.
  • Nicht nur PKK-Stellungen werden bombardiert, sondern auch Stellungen der Volksverteidungseinheiten von Rojava (YPG) nahe der syrischen Grenze wurden mit Artillerie beschossen!

Aber die Bevölkerung wehrt sich!

Kögida blockiert – die kommen nicht wieder!

Kögida blockiert – die kommen nicht wieder!

Trotz des enormen Drucks der Polizei, haben sich die Gegendemonstranten das Recht erkämpft ihre Pflicht zu erfüllen und entschlossen Widerstand zu leisten.

Nachdem wir bereits die Rassisten von „Pegida“/“Bogida“ 2x erfolgreich aus Bonn vertrieben hatten, fuhren wir dieses mal nach Köln um die AntifaschistInnen dort beim Protest zu unterstützen.
Am Montag den 05.01.2014 kündigte auch in Köln ein Ableger der „Pegida“-Bewegung eine ihrer rassistische Demonstrationen an. „Kögida“ wollte vom Bahnhof in Deutz über den Rhein bis zur Domplatte marschieren.

Wie gewohnt war Kögida nicht in der Lage dazu die angemeldete Teilnehmerzahl zu erreichen. Der lächerliche Haufen von ca. 300 Rassisten bewegte sich Dank der 12.000 Gegendemonstranten keinen Meter.